Konzert mit Kirchenchor und Kammerorchester (29.05.2018)

Kirchenchor und Kammerorchester begeisterten an ungewöhnlichem Platz im Autohaus Bödeker. Foto: Rieger
Foto: Rieger
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„Phantastisch, ganz große Klasse“, so lautete das einhellige Urteil des Publikums am Ende des Konzerts unter dem Motto „Musica, die ganz lieblich Kunst“.  Zu dieser besonderen Veranstaltung in der besonderen Atmosphäre des Autohauses Bödeker hatte die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde eingeladen. Der Evangelische Kirchenchor und das Kammerorchester, beide unter der Leitung von Hans-Joachim Reh, präsentierten Lieder, Songs und Madrigale, garniert mit festlicher Instrumentalmusik von Händel und Bach. Dies alles wurde erwartungsgemäß hochprofessionell vorgetragen. Ganz besonders beeindruckten die Solisten Sebastian Thiele (Violine), Andreas Czerney (Oboe) und Susanne Stoffel (Blockflöte). 

 

„Ungewöhnlich sind sowohl Ort wie Programm“, sagte Dirigent Hans-Joachim Reh in seinen einführenden Worten. Er stellte die Frage: „Geht das überhaupt – klassische Chormusik in einem Autohaus?“ und gab gleich darauf seine persönliche Antwort: „Wir haben hier im Autohaus  im Sommer 2009 zum ersten Mal musiziert. Ich finde dass das sogar sehr gut zusammen geht, es ist klassische Musik in modernem Hightech-Ambiente, außerdem haben wir hier eine erstklassige Akustik!“, lobte der musikalische Leiter und bedankte sich dafür, dass das Autohaus Bödeker  seine Ausstellungsräume erneut zur Verfügung gestellt hatte. Auch Johann Sebastian Bach habe seine Musik gelegentlich im Caféhaus aufgeführt und nicht ausschließlich in Kirchen. Die Caféhausauftritte seien „zu Gottes Ehr‘ und Rekreation des Gemütes“, so hatte Bach das begründet. In diesem Sinne sah auch Hans-Joachim Reh dieses Konzert, das aus dem üblichen Rahmen fiel: Höre man den Kirchenchor sonst vor allem in der Kirche, gebe es dieses Mal ein völlig anderes Programm mit Liedern von Liebe und Leid, Freude und Schmerz, von Tanzen und Springen. Wer nicht wusste, was ein Madrigal ist, erfuhr es an diesem Abend: Das Madrigal ist ein mehrstimmiges Vokalstück meist weltlichen Inhalts und eine wichtige musikalische Gesangsform der Renaissance und des Frühbarock. Es ist ursprünglich eine sehr freie Gedichtform, die als Textgrundlage für eine Komposition diente. Besonders in Italien war diese Gattung im 16. und 17. Jahrhundert zuerst als mehrstimmige Chorkomposition, dann auch als instrumental begleitetes Sologesangsstück sehr beliebt. Der Text beinhaltet zumeist weltliche Themen; das geistliche Pendant zum Madrigal bildet die Motette. 

Den Auftakt des Konzerts bildete ein Auszug aus einer Orchestersuite von Johann Bernhard Bach, eines Cousins des berühmten Johann Sebastian Bach. „Die Familie Bach war außergewöhnlich, denn sie brachte in mehreren Generationen mehr als 50 hauptamtliche Musiker und Kantoren, die überwiegend in Thüringen, einige auch in Sachsen, wirkten. Später lebten Mitglieder der Bach-Familie auch in Rom, Hamburg, Berlin und London“, erzählte Hans-Joachim Reh, der zwischen den vorgetragenen Musikstücken über die jeweiligen Komponisten sowie ihr Leben und Werk informierte. Unter anderem kamen Stücke von Hans Leo Haßler, nach Einschätzung von Reh der wichtigste Vertreter der Madrigalmusik in Deutschland, seinem englischen Pendant Thomas Morley und von Georg Friedrich Händel zu Gehör, zwischendurch wurden weitere Sätze aus der Orchestersuite von Johann Bernhard Bach intoniert.

Hans-Joachim Reh dirigierte nicht nur, bei einem Stück schloss er sich auch gesanglich dem Chor an. 

Am Ende spendete das begeisterte Publikum Riesenapplaus. Bei freiem Eintritt wurde um Spenden für die Kirchenmusik gebeten.


Konfirmanden in Lang-Göns feierlich eingesegnet (15.05.2018)

In der evangelischen Jakobuskirche in der Kerngemeinde Lang-Göns wurden in diesem Jahr 35 Jugendliche konfirmiert. Sie wurden in zwei Gruppen eingesegnet: Pfarrer Achim Keßler konfirmierte am Sonntag, dem 6. Mai, in einem feierlichen Festgottesdienst die erste Gruppe. Der Pfarrer hatte einen „Buzzer“, also einen Knopf, der beim Betätigen einen Ton von sich gibt, mitgebracht. Damit bezog er sich auf die  Fernsehsendungen, bei denen die Kandidaten mit Hilfe eines Buzzers in die nächste Runde gewählt werden. „Für wen würdet Ihr buzzern, und würdet Ihr auch Gott buzzern?“, fragte Achim Keßler. Er versicherte: „Gott hat für Euch schon längst gebuzzert, wenn Ihr auf die Lebensbühne tretet!“ 

Am Sonntag, dem 13. Mai, wurde die zweite Gruppe von Pfarrerin Sylvia Grohmann konfirmiert. In ihrer Predigt thematisierte sie den „Herzensbund“, den Gott mit den Konfirmanden schließt: Die jungen Menschen besiegelten ihn mit ihrem „Ja“ bei der Frage, ob sie den christlichen Glauben leben und die Liebe in die Welt tragen wollen, Gott antworte mit seinem Zeichen, dem Segen, den er schenke. Sylvia Grohmann betonte: „Ihr seid jung, wer wenn nicht ihr, ist bereit für die Veränderungen, die Gott macht?“ 

Der Evangelische Posaunenchor Lang-Göns unter der Leitung von Frank Seitz sorgte für die feierliche musikalische Umrahmung beider Konfirmationsgottesdienste. Der Kirchenchor sang unter der bewährten Leitung von Hans-Joachim Reh. Die Jugendlichen waren über ein Jahr von den beiden Pfarrern und der hauptamtlichen Jugendbetreuerin der Gemeinde, Alexandra Sczygiol, sowie Kerstin Menges und Laura Henss als ehrenamtliche Betreuerinnen auf ihre Konfirmation vorbereitet worden. 

Diese Jugendlichen wurden am 6. Mai  eingesegnet: Alva Bieniarz, Jasmin Michelle Diehn, Philipp Görlach, Jessica Heck, Lara-Felicia Hüffner, Merle Jung, Lucia Langsdorf, Emmelie Menges, Michel Menges, Julia Laureen Müller, Lasse Bennett Naundorf, Jan Fiete Pfeiffer, Marie Sophie Schäfer, Andreas Skakov, Tom Stricker, Lana Stützer und Hannah Joy Ziegler.

 Am 13. Mai wurden diese Jugendlichen konfirmiert: Eric Bödeker, Lars Bödeker, Cosima Leticia Eckhardt, Anna-Lena Gabriel, Annika Farina Geerken, Shalia Christin Imbescheid, Lisa Maria Jentzsch, Laura Klaum, Benedikt Hugo Christian Maaß, Lukas Finley Theodor Maaß, Timo Pauli, Samuel Rieb, Torben Rubner, Justin Schmidt, Bjarne Michel Schneider, Lukas Torian Schneider und Denis Stroh.

Die Konfirmanden 2018 aus Lang-Göns mit Pfarrer Achim Keßler und den Betreuerinnen. Foto: Rieger

Lang-Gönser Konfis sammeln für die Diakonie (25.024.2018)

Die Konfirmanden bei der Spendenübergabe in der Jakobuskirche an Bettina Wege-Lemp (hinten, Mitte). Foto: Rieger

Diese Summe kann sich sehen lassen: genau 1094,27 Euro erbrachte die Haussammlung der Konfirmanden der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Lang-Göns. Damit soll die soziale Arbeit der Diakonie Gießen unterstützt werden. Bei der Spendenübergabe in der Lang-Gönser Jakobuskirche dankte Bettina Wege-Lemp, Bereichsleiterin der Beratungsstelle der Diakonie, im Namen des Diakonischen Werks Gießen den fleißigen Konfirmanden für ihr Engagement und allen Spendern in Lang-Göns für die konkrete Hilfe.

Bevor die Jugendlichen die Haussammlung durchführten, hatte Bettina Wege-Lemp die Konfirmanden besucht und zur Vorbereitung auf diese Aufgabe "schwere Päckchen" mitgebracht, die Ratsuchende mit sich tragen. Die Jugendlichen erhielten auf spielerische Weise Einblick in die vielfältige Arbeit des Diakonischen Werks, wo man sich nach dem Motto "Diakonie - stark für Andere" für Menschen in schweren Lebenslagen einsetzt. Welche Schwierigkeiten es bedeutet, wenn Menschen überschuldet sind, Familien durch Alkoholkonsum Probleme haben, Frauen und Mädchen schwanger werden, was ein Leben mit wenig Geld bedeutet oder wie es ist, auf der Straße zu leben, wurde den Jugendlichen anschaulich vor Augen geführt. Auch wurde besprochen wie sich die Konfirmanden bei der Sammlung verhalten sollen. Der Einsatz der jungen Leute hat sich gelohnt, wie die stattliche Summe der Sammelaktion eindrucksvoll zeigt. "Das habt ihr wirklich großartig gemacht", lobte Bettina Wege-Lemp die Mädchen und Jungen und sprach auch Pfarrerin Sylvia Grohmann, ihrem Kollegen Achim Keßler, Jugendleiterin Alexandra Sczigiol und den ehrenamtlichen Helferinnen im Konfirmationsunterricht ihren ausdrücklichen Dank aus.


Gold-, Diamant- und Gnadenkonfirmanden wurden gemeinsam erneut eingesegnet (28.03.2018)

Die Gnaden-Konfirmanden mit Pfarrer Achim Keßler (Mitte).
Die Diamant-Konfirmanden mit Pfarrer Achim Keßler (3. v. l.).
Die Gold-Konfirmanden mit Pfarrer Achim Keßler (r.).

Eine Premiere gab es in der Jakobuskirche in Lang-Göns: Dort wurden im Gottesdienst am Palmsonntag gleich drei Jubiläums-Konfirmationen gefeiert, die Goldene, die Diamantene und die Gnaden-Konfirmation. Unter den feierlichen Klängen des Posaunenchors unter der Leitung von Frank Seitz zogen insgesamt 41 Jubiläums-Konfirmanden mit Pfarrer Achim Keßler an der Spitze in die Kirche ein. In einem festlichen Gottesdienst mit Abendmahl und unter Mitwirkung des Kirchenchors unter der Leitung von Hans Joachim Reh wurden die Konfirmationsjubiläen gefeiert. 

Die Goldkonfirmanden waren 1968 von Pfarrer Karl Alt eingesegnet worden. An dem feierlichen Gottesdienst 50 Jahre später nahmen 20 Goldkonfirmanden teil: Ingrid Avemann, Doris Brückel, Margot Exler, geb. Krämer, Britta Luh-Amend, geb. Luh, Renate Lux, geb. Kubis, Rosel Porcher, Gerlinde Simon, geb. Becker, Ursula Spies, geb. Thorn, Christel Velten, geb. Buss, Anneliese Wallisch, geb. Weber, Inge Metzger-Kleinschmidt, geb Kleinschmidt, Reinhold Brückel, Bernd Klotz, Heinz Möller, Hartmut Raith, Klaus Romig, Wolfgang Ruth, Werner Müller, Helmut Heidt und Gerhard Stoll. 

Ihre Diamantene Konfirmation nach 60 Jahren feierten zwölf Jubilare: Brigitte Andermann, geb. Bechtold, Brunhilde Herzog, geb. Engel, Hannelore Schmidt, geb. Herrlich, Roswitha Martini, geb. Kauss, Rosemarie Reimer, geb. Laibacher, Doris Rompf, geb. Lauber, Monika Kosch, geb. Stoitzner, Elke Rudolph, geb. Wirth, Otto Avemann, Bernd Meidt, Ekkehard Schirmer und Karl-Heinz Weil. Pfarrer Karl Alt hatte sie 1958 eingesegnet.

 Neun Jubilare feierten das seltene Fest der Gnaden-Konfirmation nach 70 Jahren. Sie waren von Pfarrer Wilhelm Wahl 1948 konfirmiert worden. Ilse Eimer, geb. Schmidt, Inge Weiß, geb. Velten, Gertrud Brückel, geb. Luh, Hilma Kleiber, geb. Reinhardt, Walter Dern, Helmut Kegler, Friedrich Boller, Wilhelm Dern und Werner Datz waren die Gnaden-Konfirmanden.

Im Anschluss wurde der verstorbenen Jahrgangskonfirmanden gemeinsam mit  Pfarrer Achim Keßler auf dem Friedhof gedacht.